Maler - und Lackierermeister
Michael Hüsgen

Aktuell !!! Thema Schimmel im Wohnraum


Schimmelpilze sind ein natürlicher Teil unserer belebten Umwelt. Ihre Sporen sind fast überall zu finden, also auch in Innenräumen. Es gibt ca. 200000 - 300000 verschiedene Schimmelpilzarten, aber nur ca. 150 Arten sind erforscht.
Normalerweise sind sie harmlos und als Medikament (Penicillin) oder als Nahrungsmittel (Camenbert und Roquefortkäse
) ein ständiger Begleiter unseres Lebens.
Übersteigt aber die Schimmelpilzkonzentration ein bestimmtes Maß, kann es zu gesundheitlichen Problemen kommen.

Schimmelpilze benötigen zum Wachsen viel Feuchtigkeit und einen Nährboden wie z.b. diverse Holzarten, Papier, Tapeten, Kunststoffe, Teppichböden, Farben usw.
Licht brauchen sie nicht unbedingt, denn sie wachsen auch hinter Möbeln und in dunklen Ecken.
Aber auch auf Glas und Metallen können sie wachsen, wenn organische Partikel und Stäube sich auf diesen abgesetzt haben und eine bestimmte Menge Feuchte in der Luft vorhanden ist.
Diese Feuchte kann durch Eintrag von Außen wie z. b. defekte Dächer und Dachrinnen, Undichtigkeiten im Mauerwerk und Bauwerksanschlüssen oder durch Rohrbrüche in den Innenraum gelangen.
Durch falsches Heizen und Lüften und Kondensation an Bauteilen bei falscher oder unzureichende Dämmung (Wärmebrücken) ist ein erhöhter Eintrag von Luftfeuchte aus dem Innenraum gegeben.

Das nutzerbedingte Verhalten des Menschen hat einen sehr großen Einfluss auf das Wachstum von Schimmelpilzen.
So produziert ein Dreipersonenhaushalt durch Duschen, Waschen, Wäschetrocknen, Kochen und durch andere Feuchtequellen (Aquarien, Pflanzen) ca. 6 -14 kg Wasser als Wasserdampf pro Tag im Wohnraum.
Dieser sollte durch 3 - 5 maliges Stoß - und Querlüften (5 - 10 Minuten) durch ganz geöffnete Fenster (nicht gekippt) an die Außenluft abgegeben werden.
Hilfreich ist auch das Abführen von Feuchtigkeit durch Dunstabzugshauben in Küchen und Schachtlüftungen in fensterlosen Bädern.
An kalten Außenwänden sollten Möbelstücke und Gardinen mit einem Mindestabstand von 10cm aufgestellt oder aufgehängt werden um eine Hinterlüftung zu gewährleisten.
Nach dem Duschen und Baden sollte das Wasser an Wänden und Böden entfernt und die Handtücher außerhalb der Wohnung getrocknet werden.
Es sollte darauf geachtet werden, dass die Luftfeuchtigkeit in der Raumluft auf Dauer
höchstens 65 - 70% beträgt, um ein Schimmelwachstum zu verringern.

Sollte sich trotz aller vorbeugenden Maßnahmen Schimmelpilz im Wohnraum befinden, dann rufen sie mich. Denn nur der zertifizierte Fachmann (TÜV SÜD) kann die Lage richtig beurteilen, Schwachstellen finden und das Problem durch die richtige Sanierung dauerhaft beseitigen.





Quellen: Lehrgang Sachkunde Schimmelpilze TÜV SÜD
             Broschüre Hilfe ! Schimmel im Haus vom Umweltbundesamt